Die Saison 2017 startet heute und damit auch unsere neue Serie 'Outside the Huddle'.
Nach einem großen Umbruch mit vielen Veränderungen vor allem im Trainerstab brachen die Cologne Falconets vor rund einem Jahr in eine recht ungewisse Zukunft auf. Neben ‚Papa Auge‘ verabschiedeten sich auch mehrere Spielerinnen aus dem aktiven Footballgeschäft. Für das neue Team um Headcoach Dominik Empl war klar: Neue Spielerinnen braucht das Land. Eine von ihnen ist Sara Joseph. Ohne vorherige Ankündigung tauchte die Studentin beim ersten Leistungstest auf und hinterließ direkt einen bleibenden Eindruck. Die Linebackerin verpasste in ihrer ersten Saison kein Spiel und war eine wichtige Leistungsträgerin in der Defense. Im Interview gibt sie Einblicke in ihr erstes Jahr bei einem völlig neuen Team in einer völlig neuen Sportart.
 

 

Wie bist du generell auf Football und speziell die Falconets aufmerksam geworden?

Die klugen Administratoren des Vereins haben in der Infobroschüre vom Unisport für den Kölner Campus inseriert und ich habe nach einem abwechslungsreichen Teamsport gesucht und das passende für mich gefunden.
 

 

Und warum ausgerechnet Football?

Ausgerechnet habe ich mir das nicht, das war mehr intuitiv - meinen Eigenschaften entsprechend: Kraft, Ausdauer, Energie und selten sogar strategische Züge.
 

 

 

Du spielst jetzt seit fast einem Jahr bei den Falconets. Was ist dir in diesen Monaten am schönsten in Erinnerung geblieben?

Das Vermögen setzt im Moment des Verständnisses für die Spielerinnen und den Sport ein. Soll heißen, ich habe begriffen was der Sport für viele meiner Teamkolleginnen bedeutet und auch meine Liebe zu dem Sport steigt exponentiell. Präzise gesagt: Ich bin eine Süchtige. Zunächst möchte man nur gucken, dann anfassen und es zum Schluss behalten. Das ist ein guter Grundstein für jede gute Beziehung. Im Oktober sind wir schon ein Jahr zusammen.
 
 

Was begeister dich am American Football besonders?

Die Dynamik des Spiels und des Teams.
 

 

Als Studentin hast du ja nicht nur viel Zeit für Football. Wie sieht dein Alltag neben dem Football aus?

Eigentlich hat man als Studentin sehr viel Zeit zum Prokrastinieren, um den ganzen ein Krankheitsbild zu verpassen. Ich habe kein Leben neben dem Football! Scherz, hauptberuflich studiere ich die finnische und niederländische Sprache und bin nebenbei in der Medienanalyse, für die jeweiligen Sprachen, tätig. Leidenschaftlich gerne spiele ich Gitarre und bin eine begeisterte Reisende. Den wochenendlichen, wilden Klängen folgend verleihe ich meiner Tanzwut Ausdruck.
 

 

Du bist im Sommer mit zwei Teamkolleginnen in den Urlaub gefahren. Wie empfindest du die Stimmung zwischen den Mädels?

Heiß, wie Frittenfett. Ich verbringe gerne meine Freizeit mit den Ladies. Der Urlaub hat uns noch näher zusammengebracht.
 

 

Du hast dich gleich in deiner ersten Saison zu einer wichtigen Stammspielerin entwickelt. Welche Ziele hast du für deine zweite Spielzeit?

Meine Position wäre sonst ja auch eher unterbesetzt. Ich hoffe auf noch mehr hungrige Damen. Wenn mein impulsiver Instinkt mich nicht ins Ausland befördert, werde ich erneut auf dem Platz stehen und (O-Ton Trainer) hustlen!

Zu guter Letzt noch ein abgeändertes, Zitat aus dem Dire Straits Song „Walk of Life“:

She got the action, she got the motion
Oh yeah, the girl can play
Dedication devotion

Ich spiele mit großer Begeisterung Football und möchte mich weiter verbessern. Es gibt noch viel zu tun – Let's go!