Foto: Johannes Jungmann - 66 Photography

"DIE NUMMER EINS AM DOM" - vorerst

Am gestrigen Samstag trafen die Falconets auf der heimischen Ostkampfbahn zum ersten Kölner Stadtderby auf die Ronin. Beide Ladyfootballteams bereiteten sich wochenlang auf den Kampf um die inoffizielle Stadtmeisterschaft vor. Schlussendlich behielt der Gastgeber souverän die Oberhand.

Für die ‚erfahrenere‘ Mannschaft, die Cologne Falconets, begann der langersehnte Spieltag direkt mit einer Hiobsbotschaft: Quarterback Dora Jung musste sich krank abmelden. Offense Coordinator Remo Schatz war gezwungen, spontan umzubauen. Kurzerhand wurde mit Bathseba Buczylowski eine der erfahrensten Spielerinnen, die aber eigentlich als Defense End eingeplant war, zum Quarterback umgebaut. Nach kurzer Einstimmung mit Center und den Runningbacks war klar, dass die Falconets auch diese Hürde meistern können.

Pünktlich um 15 Uhr wurde der Ball von den Ronin ins Spiel gebracht. Und Returner Joan Osagie tat ihr bestes, um von Beginn an für klare Verhältnisse zu sorgen. Zwar konnte der Runningback den Ball nicht sofort aufnehmen, fand das Spielgerät aber hinter sich und konnte ihn direkt zum ersten Touchdown des Spiels in die Endzone tragen. Nach wenigen Sekunden gingen die Falconets mit 6:0 in Führung.

Dass die Ronin nicht zu unterschätzen sind, wurde schnell deutlich. Im zweiten Quarter übernahmen die Rodenkirchener mit einem Run-Touchdown und anschließender Two-Point-Conversion die 8:6-Führung. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den die beiden Offenseformationen bestimmten. Die Falconets übernahmen durch einen Run-Touchdown von Osagie und eine gekonnte Two-Point-Conversion vom Buczylowski erneut die Führung (14:8). Die Ronin konterten ihrerseits mit einem Pass-Touchdown sowie zweifacher Erhöhung (14:16).

Bis zum vierten Touchdown des Spiels hatten beide Defenseverbände den starken, vor allem laufgeprägten Angriffen kaum etwas entgegenzusetzen. Die Falconets schafften es jedoch nun auch in der Verteidigung, die Überhand zu gewinnen. Als Initialzündung fungierte dabei eine Interception von Safety Tania Correia. Durch einen weiteren Run-Touchdown von Osagie zogen die Rot-Weißen auf 20:16 davon. Bis zum Abpfiff sollten zwei weitere Touchdowns von Matchwinner Osagie sowie eine Two-Point-Conversion von Runningback Katharina Behr zum Endstand von 34:16 folgen.

„Die unvorhersehbare aber leider unvermeidliche Absage von Dora war natürlich ein herber Schlag ins Kontor, da man sich nicht nur als Trainer um den sportlichen Erfolg, sondern vor allem als Freund um das Wohl seiner Spielerin sorgt. Wir konnten uns aber in dieser schwierigen Situation auf unsere Routiniers Batse und Joan verlassen. Der Sieg fiel vielleicht einen Touchdown zu hoch aus, geht aber sicherlich voll und ganz in Ordnung“, urteilte ein sichtlich erleichterter Offense Coordinator nach der Partie.

Auch wenn die Falconets am Ende das breitere Lachen auf den Lippen hatten, konnten sich beide Kölner Teams freuen, dass keine Spielerin mit einer schlimmeren Verletzung das Feld verlassen musste. Das Rückspiel findet direkt in zwei Wochen auf der BSA Sürther Feld statt. Die Ronin sinnen sicherlich auf Revanche. Aber auch die Falconets fiebern dem zweiten Spiel entgegen, wenn endliche einige Spielerinnen, die am gestrigen Samstag passen mussten, zurückkehren.

 

 

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